Ein bescheidenes Heim für Frau Nimoy

Edition Knurrhahn — was für ein entzückend altmodischer Name; was verbirgt sich dahinter?

Die Idee zu Iahel Nimoy ist ja nun nicht mehr ganz neu und, ehrlich gesagt, liegt das fertige Manuskript auch schon einige Monate bei mir auf dem Schreibtisch beziehungsweise kursierte in verschiedenen Verlagsredaktionen.*) (Eines Tages werde ich auch noch die Geschichte dieses Buches niederschreiben; es ist ein interessantes Stück für sich.) Nachdem sich die großen Namen der Branche nicht recht für Frau Nimoy erwärmen wollten, habe ich mich entschlossen, nicht gleich den ganz großen landesweiten Durchbruch zu erzwingen, sondern mich in der Region umzusehen.

Meine Frau Sina hat mir hierbei mal wieder unschätzbare Dienste erwiesen und mich eben auf die Edition Knurrhahn aufmerksam gemacht, einen Nürnberger Kleinverlag, der mit Autoren und Geschichten aus der Region punktet. Die Edition backt ein wenig kleinere Brötchen als Fischer oder Rowohlt, und ist ebensosehr ambitioniertes Kulturprojekt wie richtiggehender Verlag. Ich denke, ich verrate nicht zuviel, wenn ich sage, dass weder der Verleger Thomas Rüger noch ich erwarten, vom Erlös der Iahel Nimoy-Bücher unseren Lebensunterhalt verdienen zu können…

Andererseits bietet ein solches semiprofessionelles Umfeld natürlich auch Freiheiten und Möglichkeiten, wie sie ein großer Verlag nicht bieten kann; insbesondere können Thomas Rüger und ich „unser Ding durchziehen“ und unsere Visionen verfolgen, und wenn es denn doch ein gewaltiger Flop werden sollte, nun, dann steht wenigstens nicht unser beider Existenz auf dem Spiel — im Gegensatz zu manchem kleinen Verlag, für den ein verkorkstes Buch bereits das Ende bedeuten kann.

Die Edition Knurrhahn existiert seit 1997 und hat bereits ein ansehnliches Portfolio fränkischer Autoren um sich geschart, zu denen ich mit stolzgeschwellter Brust dazustoße. Ich freue mich darüber, hier ein literarisches Heim für Frau Nimoy gefunden zu haben, und sehe den weiteren Projekten — Krimis oder anderweitig, was auch immer sich ergibt — gespannt entgegen.

*) Ich will mir zumindest einbilden, dass es dort tatsächlich gelesen wurde und nicht nur aus dem einen Umschlag genommen und stante pede in den Rückumschlag gesteckt wurde, wie das wohl bei zahlreichen Verlagen der Fall ist…

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