Monatsarchiv: Mai 2013

Denglish on high niveau.

Rich SantaColoma ist ein amerikanischer Freund von mir*), den ich eigentlich aus ganz anderem Kontext kenne, und obwohl er nicht wirklich Deutsch spricht (außer wenn er will), hat er ein Exemplar von Zita S. bestellt (und bezahlt, nehmt euch ein Beispiel daran!). Um ihm die Sache etwas zu erleichtern, habe ich ihm auch noch das PDF zugeschickt, das Rich durch Google Translate laufen lässt, um ihm den Lesegenuss etwas zu erleichtern.

Während Google meist ganz brauchbare Ergebnisse liefert, ist doch die eine oder andere merkwürdige Entgleisung dabei: Dass Google den „Zugführer“ der Eisenbahn beispielsweise mit „Platoon Leader“ übersetzt, ist wortwörtlich betrachtet nicht einmal falsch, aber es gibt doch auch echte Merkwürdigkeiten. Betrachten wir zum Beispiel von Cramms und Nimoys Reflexion über die Michaelis-Kirchweih:

»Kirchweih«, sagte ich nur, »wir haben seit Samstag Kirchweih.«
»Und die Herrschaften verlieren keine Zeit«, konstatierte Nimoy
knapp, ehe sie einen Einfall hatte: »Aber natürlich ist es eine famose Idee!«

Auf den ersten Blick scheint das keine besonderen Fallstricke zu bergen, oder? Aber Google macht Folgendes daraus:

„Patron,“ I just said, „we have since Saturday Patron.“
„And the gentlemen lose no time,“ stated Leonard Nimoy just before she had an idea: „But of course it is a splendid Idea!“

Ich weiß nicht so recht, was in die Serverfarm von Google gefahren ist. Natürlich feiert man die Kirchweih am Namenstag des Schutzpatrons, aber diese Übersetzung ist doch ein wenig weithergeholt. Und Frau Nimoys Namen eigenmächtig um den Vornamen des Spock-Darstellers zu ergänzen ist gelinde gesagt… skurril.

Ich bin schon sehr gespannt, welch weiteren Stilblüten Rich begegnen wird.

*) obwohl er ein fehlgeleiteter Republikaner ist… ;-)

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Die Feier gestern war gar nicht verkehrt!

Es ist kein gelungenes Projekt, wenn man nicht bei den großen Meilensteinen eine kleine Feier veranstaltet. So trafen wir uns gestern abend in unserem Stammlokal, der Penelope in Fürth, und stießen auf den Erfolg an — wir waren in dem Fall die Cover-Künstlerin Johanna mit ihrem Gatten Adam*), mein Verleger Thomas Rüger (der sich auch mal kulinarisch über die Nürnberg-Fürther-Stadtgrenze wagte ;-), und die Prinzessin (frisch vom Berg eingeflogen), und ich.

Ich will nicht für die anderen sprechen, aber ich hatte meinen Spaß. Zwischen Metaxa-Steaks, Kellerbier und Ouzo besprachen wir das aktuelle Buch und unterhielten uns auch über mögliche künftige Projekte. („Be afraid, be very afraid!“) Und bestellten mehr Kellerbier. Leider haben wir bei all dem Feiern vergessen, Bilder zu schießen, so dass ihr euch auf mein Wort verlassen müsst. Aber da wir keine Zeit mit Fotografieren verloren haben, hatten wir mehr Zeit, Kellerbier zu bestellen…

Heute früh habe ich dafür bezahlt, aber das war’s wert.

*) Der macht auch was mit Kunst… So ein bisschen, irgendwie: Schaut!

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… aber dafür:

Sind wohl schon die ersten Bestellungen eingetrudelt — Vielen Dank ihr da draußen! :-)

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Die kleinen Schmerzen der Geburt

Drucker bezahlt. Au…

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Von Swimmingpools und anderem

Nachdem es tatsächlich eine Theatergruppe gibt, die Tod und Vererben aufführen will, stellte sich für mich zum ersten Mal die Frage, wieviel Geld denn für mich konkret dabei rausspringt. Nicht, dass mich die Gier gepackt hätte (und von dem Gedanken, vom Schreiben zu leben habe ich mich eh schon lange verabschiedet), aber es wäre ja nett zu wissen.

Also fragte ich kürzlich Ines Erhard, meine Chefin beim Cantus-Theaterverlag, ob die Tantiemen für die Bagger für meinen Swimmingpool reichen würden.

Worauf sie meinte: „Das nicht, aber für eine Schaufel.“

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Die Katze im Sack…

… zu kaufen würde ich natürlich Freunden und Feinden nicht zumuten wollen, da Frau Nimoys erstes abendfüllendes Abenteuer nun erschienen ist.

Zum Glück war die Suche nach der entführten Zita nicht der erste Fall für Iahel Nimoy, sondern es gibt schon eine Handvoll Kurzgeschichten um sie (die ich benutzt habe, um ihren Charakter ein wenig auszuarbeiten, und für mich als „Fingerübungen“ im Erzählen solcher Kriminalfälle).

Eine dieser Geschichten ist „Der Fall des misslungenen Selbstmordes“, und unter diesem Link könnt ihr das PDF herunterladen und lesen — ganz kostenlos und ohne Verpflichtung — außer, mir euer Feedback zu geben, und mich weiterzuempfehlen, wenn’s euch gefallen hat!

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Ta-dah!

ta-dah

Greift zu , bevor sie alle sind — nur noch wenige Exemplare vorhanden! :-)

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When it rains…

… it pours, wie der Engländer sagt, aber das kann ja auch mal positiv sein:

Jetzt, wo „Der Fall Zita S.“ nur noch die letzte Kurve kriegen muss, meldet sich gleichzeitig das Theater-Theater aus Reckenberg-Ems wieder und gibt den Premierentermin für „Tod und Vererben“ durch: Am 8. November wird die Uraufführung der Geschichte um vier Erben, einen Notar und eine Tote Freifrau stattfinden!

Da muss ich wohl rechtzeitig das gute Hemd wieder aufbügeln…!

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Eigentlich kann ja nichts mehr schief gehen.

Cover und Manuskript liegen beim Drucker. Am Wochenende kommt der Verleger aus dem Urlaub zurück. Dann kann es ja eigentlich kein Halten mehr geben.

„Eigentlich.“ Was für ein unheimliches Wort…

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„I muss die Stroßabah no kriaga…“

Depotparade
… sang vor rund 30 Jahren Wolle Kriwanek, aber ich kann nicht erwarten, dass einer meiner fränkischen Leser dieses Lied kennt.

Nichtsdestoweniger, es ging damals um das bereits mehr als ein Jahrhundert alte Problem, die richtige Straßenbahn nach hause noch zu erwischen, und dieses Problem stellt sich ganz ähnlich auch heute noch dem Autoren historischer Krimis. Denn wenn ich schon einen Fall beschreiben will, der sich zwischen Nürnberg und Fürth abspielt, dann muss ich auch wissen, wie die beiden Städte miteinander verbunden waren — welche Linien in Betrieb waren, wie oft die Bahnen fuhren, was sie kosteten und so weiter. Es sind viele dieser kleinen Details, die nicht notwendigerweise unabdingbar für die Geschichte sind, die aber „Fleisch“ der Erzählung liefern, sie tiefer und „voller“ wirken lassen.

In dieser Beziehung hat sich das „Historische Straßenbahndepot St. Peter“ als ein unschätzbarer Fundus an Information erwiesen. Ich kann jedem, der sich für die Verkehrsgeschichte interessiert, nur empfehlen, dem Depot einen Besuch abzustatten. Ein großes Team von Enthusiasten hat dort liebevoll und mit unendlicher Sorgfalt die Entwicklung des Fürther Nahverkehrs festgehalten, von den ersten Pferdebahnen bis zu den neuesten Triebwagen. Herzstück der Ausstellungen im Depot St. Peter (das übrigens eben erst renoviert wurde und seit heute der Öffentlichkeit wieder freisteht!) ist natürlich die Flotte von Fahrzeugen aus 150 Jahren, die die „Freunde der Nürnberg-Fürther Straßenbahn e.V.“ zusammengetragen und restauriert haben.

Vorbeizukommen und bei einem Tässchen Kaffee einen Schwatz mit den sehr kompetenten Mitarbeitern zu halten ist auf jeden Fall ein Rezept für einen gelungenen Nachmittag!

(Die Freunde der Nürnberg-Fürther Straßenbahn e.V. gibt’s übrigens auch auf Facebook.)

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